Klimaschutz ohne Mühe!

Der Trend zum Elektrofahrrad hält an – mit gutem Grund! Die elektrische Motorunterstützung sorgt für hohen Fahrkomfort. Oftmals können die modernen Zweiräder auch ein Auto ersetzen und tragen damit zum Klimaschutz bei.

Die Deutschen besitzen mehr als 75 Millionen Fahrräder, davon sind mittlerweile 4,5 Millionen Elektrofahrräder. Jedes vierte Fahrrad, das derzeit verkauft wird, hat bereits einen Elektroantrieb. Ob City- oder Tourenrad, Rennmaschine, Mountainbike, Singlespeed, Liegerad – fast alle Fahrradmodelle gibt es mittlerweile mit Elektroantrieb. Sogar klassische Holland-Räder sind mit Elektromotor erhältlich.

Die Entdeckung der Leichtigkeit
Die Vorteile von Elektrofahrrädern liegen auf der Hand: Sie sind einfach bequem zu fahren, die Nutzer kommen schneller an ihr Ziel oder können in der gleichen Zeit längere Strecken zurücklegen. Vor allem bei Steigungen macht sich der zusätzliche Elektromotor positiv bemerkbar. Berge und Hügel, die auf einem herkömmlichen Fahrrad nur mit großer Mühe erklommen werden, sind mit dem Pedelec leichter zu überwinden. Der Zusatzanschub des Elektroantriebs wirkt wie eine unsichtbare Hand, die das Fahrrad stetig anschiebt. Dieser Anschub sorgt für eine Leichtigkeit, die Alt und Jung begeistert. Das heißt, Elektrofahrräder sind nicht nur etwas für ältere Menschen, im Gegenteil: Die Käufer stammen aus allen Altersklassen. Das liegt auch daran, dass für immer mehr Menschen Gesundheit und Fitness eine wichtige Rolle spielen. Doch das erklärt den Trend nicht ganz. Oftmals kommt auch die Technikbegeisterung hinzu, die durch die modernen Drahtesel ausgelöst wird.

Weniger Autofahrten – mehr Klimaschutz
Viele Umsteiger berichten, dass die Motivation aufs Fahrrad zu steigen größer ist, seitdem sie ein Elektrofahrrad haben. Dadurch wird der Autoverkehr verringert. Und jede Auto-fahrt, auf die verzichtet wird, ist ein Beitrag zum Klimaschutz. Voraussetzung ist natürlich, dass das Elektrofahrrad ausschließlich mit Ökostrom geladen wird. Denn nur dann ist der Einsatz wirklich klimaschonend. In vielen Fällen ersetzt das Elektrofahrrad so-gar die Anschaffung eines Autos. Das ist ein besonderer Erfolg für die Umwelt. Viele Menschen wollen jedoch nicht ganz auf ihr Auto verzichten, da sie zum Beispiel regelmäßig große Einkäufe machen möchten. In diesem Fall kann ein Lastenrad die Lösung sein. Diese gibt es mittlerweile auch mit Elektroan-trieb, sodass auch Großeinkäufe kein Problem sind. In manchen Städten werden Lastenräder sogar von lokalen Umweltschutzinitiativen kostenlos verliehen. Zudem stehen vielerorts Elektrofahrräder zur Vermietung bereit – eine gute Gelegenheit sie einmal zu testen.
Mit dem Dienstfahrrad unterwegs
Wer den Kauf eines Elektrofahrrades noch scheut, weil diese nicht ganz billig sind, kann auch eines leasen. Viele Arbeitgeber bieten zudem die Möglichkeit, das Elektrofahrrad als Dienstfahrrad anzuschaffen. Das macht finanziell durchaus Sinn. Denn die Leasing-Rate wird dann in der Regel vom Bruttolohn abgezogen – dadurch kann der Arbeitnehmer Steuern und Sozialabgaben sparen und der Arbeitgeber kann die Kosten vollständig steuerlich absetzen.