Das Thema Energiesparen ist aktuell in aller Munde und präsenter denn je.

Als Energieversorger der Region sehen wir es als unsere Aufgabe an, auf die Thematik aufmerksam zu machen und Ihnen konkrete Tipps an die Hand zu geben, die leicht umsetzbar sind.

Wir haben uns für eine Schlagwortkampagne mit reduziertem Design entschieden, um Aufmerksamkeit zu erregen und gleichzeitig trotz der Wichtigkeit des Themas eine gewisse Leichtigkeit zu vermitteln. Zu jedem Spruch liefern wir den passenden Energiespartipp gleich mit, damit Sie ohne langes Rätseln wissen, was gemeint ist und was Sie tun können.

Es handelt sich um eine Gemeinschaftsaktion der Energiewerke Isernhagen, Stadtwerke Lehrte, Energieversorgung Sehnde und Stadtwerke Nienburg/Nienburg Energie. Weil gemeinsam mehr geht.

 

Energiespartipps

Energiesparen leicht gemacht – wir haben Ihnen hilfreiche Tipps zusammen gestellt, die Sie einfach im Alltag umsetzen können!

>> Stand-by-Betrieb vermeiden

Einige Geräte, wie zum Beispiel Fernseher oder Stereoanlagen, verbrauchen aufgrund des Stand-by-Betriebs auch nach dem  vermeintlichen Ausschalten Strom. Hier können abschaltbare Steckdosenleisten helfen, die die Geräte vollständig vom Stromnetz trennen.

>> Auf LED wechseln

Stellen Sie Ihre Beleuchtung von Glühbirnen oder Halogenlampen auf sparsamere LED-Lampen um und sparen Sie bis zu 80 Prozent Energie.

>> Richtig kochen

Wählen Sie den Topf passend zur Herdplatte und zur Menge, die Sie zubereiten möchten. Zusätzlich spart die Verwendung eines passenden Deckels Energie.

>> Restwärme nutzen

Bis auf Induktionsherde können alle Herdarten und auch der Backofen kurz vor Ende der Garzeit ausgeschaltet werden. Die Restwärme reicht in der Regel, um die Speisen fertig zu garen.

>> Raumtemperatur senken

Wenn Sie die Raumtemperatur um ein Grad senken, spart das bis zu sechs Prozent Energie ein.
Tipp: Mit digitalen Thermostaten lässt sich die Wunschtemperatur auf das Grad genau einstellen.

>> Effizienter duschen

Reduzieren Sie die Duschzeit auf das Minimum, nutzen Sie einen Wassersparkopf und drehen Sie das Wasser beim Einseifen ab – das senkt neben dem Energie- auch den Wasserverbrauch.

>> Richtig heizen

Stellen Sie sicher, dass Heizkörper nicht von Möbeln, Vorhängen oder darauf trocknender Wäsche verdeckt werden und dass die warme Luft frei zirkulieren kann. Drehen Sie die Heizung außerdem nur beim Lüften ganz ab: Es kostet mehr Energie, einen Raum komplett neu aufzuheizen, als die Heizung stets auf kleiner Stufe laufen zu lassen.

>> Richtig kühlen

Sieben Grad reichen im Kühlschrank völlig aus. Jedes Grad weniger erhöht den Energieverbrauch um bis zu sechs Prozent. Ist der  Kühlschrank außerdem immer gut gefüllt, muss nach dem (möglichst kurzen) Öffnen weniger warme Luft heruntergekühlt werden.

>> Wäscheleine statt Wäschetrockner

Trocknen Sie Ihre Wäsche bevorzugt an der Luft und nicht im Wäschetrockner, können Sie bis zu 50 Euro im Jahr sparen. Soll der Trockner doch einmal laufen, nutzen Sie die volle Kapazität und achten Sie darauf, dass die Wäsche möglichst wenig Restfeuchte enthält.

>> Spülmaschine statt Spülbecken

Moderne Geschirrspüler verbrauchen weniger Wasser als bei einem Abwasch von Hand benötigt wird. Beladen Sie die Spülmaschine außerdem immer voll – für den Energieverbrauch macht es keinen Unterschied, ob sie voll oder halb voll läuft.

„Wir sind überzeugt, dass wir die Krise gut meistern können und werden. Das gelingt aber nur, wenn wir zusammenarbeiten und alle an einem Strang ziehen, dazu wollen wir unseren Teil beitragen.“

Christian Peters, Geschäftsführer der EWI

Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen der Energiekrise

Sie brauchen in diesen Zeiten weitere oder andere Formen der Unterstützung? Zögern Sie nicht, uns rechtzeitig zu kontaktieren – wir sind für Sie da! Hier finden Sie zahlreiche Ansprechpartner, die Ihnen außerdem helfen können:

Energiewerke Isernhagen

Beratungen zu Produkten, Förderprogrammen, Energiespartipps und Ratenvereinbarungen

Kundenzentrum EWI
Tel.: 0511 61654 – 75 (Mo.-Fr. 8 – 18 Uhr)
Fax: 0511 61654 – 74
E-Mail: kontakt@ewi-isernhagen.de

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag: 9:00 – 12:00 Uhr
Dienstag & Donnerstag: 15:00 – 18:00 Uhr

Gemeinde Isernhagen

Beratungen zu Wohngeld, Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt

Abteilung Soziales
Tel.: 0511 6153 – 0
Fax: 0511 6153 – 4800
E-Mail: soziales@isernhagen.de

Für persönliche Gespräche ist eine Terminvereinbarung notwendig
Sie können sich ausführlich auf www.isernhagen.de informieren.

Soziale Schuldnerberatung

Caritas Schuldnerberatung Burgwedel Isernhagen Burgwedel
Mennegarten 2
30938 Burgwedel

Tel.: 05139 805790
Telefax: 05139 805791
E-Mail: schuldnerberatung-burgwedel@caritas-hannover.de

Sprechzeiten: Montag, Mittwoch und Donnerstag 08:00 – 15:00 Uhr
Dienstag 08:00 – 14:00 Uhr

Soziale Schuldnerberatung

Beratungen in Isernhagen:
Sprechzeiten: Donnerstag 14:00 – 16:00 Uhr

Begegnungsstätte Altwarmbüchen
An der Riehe 32
30916 Isernhagen

Tel.: 05139 805792 (telefonische Anmeldung erforderlich)
E-Mail: schuldnerberatung-burgwedel@caritas-hannover.de

Kindertagesbetreuung und Jugendpflege Gemeinde Isernhagen

Möglichkeit der Antragsstellung auf Übernahme der Betreuungsgebühr / Zuschuss. Anträge sind in den Kindertagesstätten erhältlich.
Sofern Leistungen nach dem SGB XII, Arbeitslosengeld II oder AsylbLG, Kinderzuschlag oder Wohngeld bezogen werden, reicht eine Kopie des aktuellen Leistungsbescheides aus.

Die Einreichung einer BuT-Bescheinigung (s.u.) kann zum Entfallen der Verpflegungsgebühren führen. Im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes (BuT) werden Zuschüsse gewährt – Informationen unter Bildung & Teilhabe | Familienportal des Bundes

Für finanzielle Unterstützungsangebote bei Angeboten der gemeindliche Jugendpflege wenden sich Interessierte bitte an thomas.juengst@isernhagen.de Tel.: 0511 6153-4030.

Häufige Fragen

Thema „Dezember-Soforthilfe für Erdgas“

Die Soforthilfe erhalten alle Haushaltskunden, kleine und mittlere Unternehmen sowie soziale Einrichtungen automatisch, die keine registrierende Leistungsmessung (monatliche Abrechnung) haben.

Dies sind in Bezug auf Gas: Letztverbraucher,

  • die über Standardlastprofile (SLP) einmal jährlich abgerechnet werden
  • die über eine registrierende Leistungsmessung (RLM) monatlich abgerechnet werden und deren Jahresverbrauch 1,5 Mio. Kilowattstunden (kWh) Gas nicht überschreitet, soweit sie das Gas nicht für den kommerziellen Betrieb von Strom- oder Wärmeerzeugungsanlagen nutzen.
  • die im Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) ausdrücklich genannt sind.

Die Soforthilfe muss nicht beantragt werden. Sie schafft einen Ausgleich für die gestiegenen Energiekosten im Jahr 2022 und überbrückt die Zeit bis zur geplanten Einführung der Gaspreisbremse im kommenden Frühjahr.

Der Gesetzgeber hat im EWSG für Gas und Wärme festgelegt, wie die Berechnung der Soforthilfe im Dezember zu erfolgen hat. Wichtig zu wissen: Die Soforthilfe entspricht nicht automatisch Ihrem realen Gasabschlag, den Sie Ende Dezember bezahlen müssten, sondern kann darüber oder darunter liegen. Ferner ergibt sich eine Differenz durch die gesetzliche Berechnungsvorgabe, die zwölf Abschläge pro Jahr ansetzt, die EWI aber lediglich elf Abschläge pro Jahr berechnet, da im zwölften Monat die Jahresrechnung erfolgt. Dennoch müssen Sie im Dezember keinen Abschlag zahlen. Etwaige Abweichungen werden in Ihrer Jahresrechnung berücksichtigt.

Berechnung der tatsächlichen Soforthilfe für Gas: Die Höhe errechnet sich aus 1/12 des im September für Sie prognostizierten Jahresverbrauchs* und Ihren im Dezember gültigen Vertragspreisen (Preis pro Kilowattstunde und monatlicher Grundpreis brutto).

Beispiel:

Prognostizierter Jahresverbrauch September 2022: 24.000 Kilowattstunden
Davon 1/12: 2.000 Kilowattstunden
Vertragspreis im Dezember 2022 pro Kilowattstunde brutto: 10,00 Cent
Monatlicher Grundpreis im Dezember 2022 brutto:12,00 Euro
Soforthilfe in Ihrer nächsten Jahresabrechnung: 212,00 Euro 

*prognostizierter Jahresverbrauch: Die Jahresprognosemenge wird aus den temperaturbereinigten historischen Verbräuchen gebildet und kann sich deshalb von dem exakten Jahresverbrauch in Ihrer letzten Abrechnung unterscheiden.

Abschläge werden generell rückwirkend zum laufenden Monat, also am Monatsende fällig. So entfällt der Dezemberabschlag für Erdgas, der zum 31.12. fällig wird. Die Abbuchung erfolgt in der Regel Anfang Januar.
Unsere Kunden ohne Dezember-Abschlag (mit Stichtagsabrechnung zum 31.12.2022) erhalten die Erstattung mit der Jahresrechnung im Januar 2023.

Kunden, die eine Einzugsermächtigung erteilt haben, müssen nichts weiter tun. Die EWI bucht keinen Gasabschlag ab.

Kunden, die einen Dauerauftrag erteilt haben, können diesen selbst anpassen. Anderenfalls wird der zu viel überwiesene Betrag in der Jahresabrechnung verrechnet.

Kunden, die monatlich eine Überweisung selbst vornehmen, müssen den Gasabschlag im Dezember nicht einzahlen.

Der Stromabschlag hingegen ist wie gewohnt zu bezahlen.

Hier muss der Vermietende bzw. die Wohnungseigentümergesellschaft informieren und die Entlastung dann im Rahmen der Nebenkosten-/Betriebskostenabrechnung an die Mieter weitergeben.

Vermietende sind verpflichtet, die Mieter bereits im Dezember über die geschätzte Höhe der Gutschrift zu informieren. In der Jahresabrechnung wird dann der individuelle Betrag ausgewiesen.

Die EWI übernimmt die Verbrauchsprognose des vorherigen Lieferanten, der diesen Gasanschluss für den vorangegangen Kunden beliefert hat. Diese Verbrauchsprognose liegt der Entnahmestelle vor und kann für die Berechnung der Entlastung herangezogen werden.

In diesem Fall hat der Erdgaslieferant, der den Letztverbraucher am Stichtag 1. Dezember 2022 mit Erdgas beliefert, den Entlastungsbetrag in seiner Rechnung zu berücksichtigen
Ist die Mehrwertsteuersenkung für Gas in der Soforthilfe berücksichtigt?

Die Mehrwertsteuerreduzierung für Gas von 19 Prozent auf 7 Prozent gilt seit dem 1. Oktober 2022. Damit wird sie in der Berechnung der Höhe des Dezember-Abschlags in der Regel berücksichtigt sein.

Thema „Energiekrise“


Marktsituation

Seit Herbst 2021 sind die Energiepreise aus verschiedenen Gründen kontinuierlich angestiegen, und zwar sowohl auf den Weltmärkten als auch bei den Verbrauchern. Zum einen ist die Nachfrage – vor allem der Industrie – nach den coronabedingten Einschränkungen stark gestiegen, während gleichzeitig weniger Gas gefördert wurde. Zum anderen kommt seit Februar 2022 der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hinzu. Als Reaktion darauf stoppte die Bundesregierung das Projekt „Nord Stream 2“, was gedrosselte oder sogar komplett eingestellte Gaslieferungen aus Russland durch die bestehende Pipeline Nord Stream 1 zur Folge hatte. Deshalb muss das benötigte Gas aus anderen Ursprungsländern zu deutlich höheren Preisen beschafft werden. Eine größere Nachfrage und ein geringeres Angebot führen zu gestiegenen Beschaffungskosten, die an die Endverbraucher weitergegeben werden müssen, um Insolvenzen abzuwenden.

Die Verbraucher sollten auch im kommenden Jahr mit weiter steigenden Gas- und Strompreisen rechnen. Die derzeit höheren Beschaffungskosten der Energieversorger können nur zeitverzögert an die Endverbraucher weitergegeben werden, sodass aktuelle Entwicklungen noch nicht auf den Rechnungen auftauchen. Dank unserer langfristigen und vorausschauenden Einkaufspolitik können wir einen Teil der Preissteigerungen noch gut auffangen. Wir haben die für unsere Bestandskunden benötigten Energiemengen zum größten Teil frühzeitig zu moderaten Einkaufspreisen auf dem Energiemarkt beschafft. Stand jetzt (Anfang Oktober 2022) ist noch nicht klar, wie sich der Gaspreisdeckel auf die Energiekosten auswirken wird.

Laut Bundesnetzagentur ist die Gasversorgung in Deutschland aktuell stabil und die Versorgungssicherheit weiter gewährleistet. Zudem sind die Gasspeicher zu rund 91 Prozent gefüllt (Stand: September 2022). Nichtsdestotrotz bleibt die Lage angespannt und auch eine Verschlechterung kann laut Bundesnetzagentur nicht ausgeschlossen werden.

Sowohl im Juli als auch im September 2022 wurden die Gaslieferungen durch Nord Stream 1 vollständig eingestellt. Die Lecks an den Nord-Stream-Gaspipelines haben keine Auswirkung auf die Gasversorgung, da die Leitungen zuletzt nicht für den Gasimport genutzt wurden. Laut Bundesnetzagentur geht die Befüllung der Gasspeicher kontinuierlich weiter. Aus den Niederlanden, Belgien und Norwegen erhält Deutschland derzeit weiter Pipeline-Gas, zusätzlich wurde mit dem Bau von LNG-Terminals begonnen, die Ende 2022 den Betrieb aufnehmen sollen. Darin soll Flüssiggas aus Ländern wie den USA oder Katar gespeichert werden, das nach dem Erhitzen und Verdichten in die Hochdrucknetze eingespeist wird, durch die auch herkömmliches Erdgas fließt. Daher ist die Gasversorgung auch ohne russisches Gas gesichert, allerdings werden die Speicher über den Winter voraussichtlich deutlich leerer werden als in den vergangenen Jahren.

Der Gesamtspeicherstand in Deutschland hat die 90-Prozent-Marke bereits überschritten und auch der größte deutsche Speicher in Rehden ist zu mehr als 75 Prozent gefüllt (Stand: Oktober 2022). Das ist ein bequemes Polster, deckt alleine aber nur die Menge ab, die durchschnittlich in den Monaten Januar und Februar verbraucht wird. Da zurzeit deutlich weniger Gas nach Deutschland geliefert wird als in den vergangenen Jahren, besteht die Gefahr, dass die Speicher am Ende des Winters deutlich leerer sein werden als gewöhnlich, vor allem, wenn es ein langer und kalter Winter wird. Gassparen bleibt deshalb das Gebot der Stunde, denn wenn der Gasverbrauch sowohl in der Industrie als auch in der Bevölkerung nicht deutlich sinkt, könnte eine Unterversorgung drohen.


Verbraucher

Verbraucher sollten generell versuchen, Energie einzusparen, das schont neben dem Portemonnaie auch wertvolle Ressourcen. Einfach umsetzbare Energiespartipps finden Sie hier.

Darüber hinaus werden wir mit der Jahresabrechnung die künftigen Abschläge anpassen, um extrem hohe Nachzahlungen zu vermeiden. Nach Möglichkeit können Sie auch regelmäßig einen gewissen Betrag für die kommende Energierechnung beiseitelegen, um ein finanzielles Polster anzulegen.

Die Antwort lautet: Nein, das lohnt sich nicht. Umgerechnet ist eine Kilowattstunde Strom (kWh) aktuell bis zu viermal so teuer wie eine Kilowattstunde Gas. Das Heizen mit Strom verursacht also immense zusätzliche Kosten.

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass das Stromnetz durch den gleichzeitigen Betrieb zu vieler Radiatoren und Heizlüfter überlastet wird. Dadurch kann es zu lokalen Stromausfällen kommen, die wiederum auch zu einem Ausfall der Gasheizung führen würden.

Sollten Sie Sorge haben, Ihre Rechnungen nicht begleichen zu können, kommen Sie bitte rechtzeitig auf uns zu! Ob persönlich, telefonisch oder per E-Mail – unsere Servicemitarbeiter ermöglichen Ihnen vertrauliche Gespräche in einem geschützten Rahmen und finden gemeinsam mit Ihnen eine Lösung, die für Sie und uns tragbar ist.

Gerade das produzierende Gewerbe verbraucht große Mengen Gas und Strom. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Einsparpotenziale erkannt und genutzt werden. Das entlastet nicht nur die Firmenkasse, sondern kann auch dazu beitragen, die Produktion im Fall der Fälle möglichst lange aufrecht zu erhalten. Außerdem ist Energiesparen nicht nur im privaten Bereich, sondern auch am Arbeitsplatz entscheidend, damit wir alle zusammen gut durch den Winter kommen.


Gaspreisbremse

Mithilfe des Gaspreisdeckels sollen Endverbraucher vor zu hohen Energiekosten geschützt werden. Eine Expertenkommission hat der Bundesregierung am 10. Oktober 2022 Vorschläge unterbreitet, wie die Gasbezugskosten gedeckelt werden können und gleichzeitig weiter Energie eingespart werden kann.

Sie schlägt eine Einmalzahlung für alle Erdgaskunden im Dezember sowie ab März eine Begrenzung des Erdgaspreises für bis zu 80 Prozent der verbrauchten Menge vor. Darüber hinaus sollen die aktuellen Marktpreise weiter gelten. Ob und wie der Vorschlag genau im Detail ausgestaltet und umgesetzt werden soll, ist noch offen. Wir halten Sie hier selbstverständlich auf dem Laufenden, sobald uns die konkreten Umsetzungspläne vorliegen.

In jedem Fall ist es dennoch wichtig, weiter Gas zu sparen, da Russland weiterhin kein Gas liefert.

Die Bundesregierung möchte die Gaspreisbremse mit Krediten in Höhe 200 Milliarden Euro über den bereits existierenden Wirtschafts- und Stabilisierungsfonds finanzieren. Das ist laut Bundesregierung ausreichend, um verschiedene mögliche Szenarien zu bezahlen.


Stadtwerke

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Anbietern sind Stadtwerke und lokale Versorger meist seit vielen Jahren in der Region verankert. In Kundenzentren und am Telefon werden die Kunden ohne lange Warteschleifen von Mitarbeitern bedient, die sich in der Region und bei den Tarifen bestens auskennen. Gerade bei kleineren Versorgern sind auch viele Kunden persönlich bekannt, was eine noch maßgeschneidertere, individuellere Beratung ermöglicht.

Darüber hinaus unterstützen die Stadtwerke häufig kommunale Einrichtungen, von Schwimmbädern über Vereine bis hin zum – in einigen Regionen – ÖPNV. Damit bleiben Gewinne in der jeweiligen Kommune, was wiederum den Bürgern zugutekommt. Ohne lokale Energieversorger würden wichtige Infrastrukturen weniger Förderung erhalten, was nicht nur Konsequenzen für die Mitarbeiter hätte, sondern auch für alle, die diese Einrichtungen regelmäßig nutzen oder auf diese angewiesen sind.

Um die Versorgung zu sichern und weiter wirtschaftlich arbeiten zu können, haben die Energieversorger keine andere Wahl, als die gestiegenen Energiepreise an ihre Kunden weiterzugeben. Den Stadtwerken ist bewusst, dass diese Mehrbelastungen für einen Teil der Kunden nur schwer tragbar sind – wenn aber zu viele Kunden nicht mehr zahlen können, droht auch den Stadtwerken schnell eine Insolvenz, was wiederum Auswirkungen auf die Kunden, aber auch kommunale Einrichtungen hätte. Dazu kommt, dass Stadtwerke erst teuer Energie einkaufen müssen, bevor sie sie weiterverkaufen können. Dafür reicht aktuell die Liquidität vieler Stadtwerke nicht. Ein Rettungsschirm des Staates könnte in Not geratenen Stadtwerken und damit auch allen Endverbrauchern unter die Arme greifen.


Notfallplan Gas

Das Bundesministerium für Wirtschaft hat bereits 2012 einen Notfallplan gemäß den Vorgaben der Europäischen Union entwickelt, der alle vier Jahre aktualisiert wird.  Er tritt in Kraft, wenn sich die sichere Versorgungslage mit Gas in Deutschland deutlich verschlechtert – so, wie es aktuell durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine der Fall ist.

Der Plan regelt unter anderem, dass besonders schützenswerte Kunden wie beispielweise Privathaushalte oder Krankenhäuser möglichst lange mit Gas versorgt werden. Er umfasst drei Alarmstufen und ermöglicht der Bundesnetzagentur – je nach Alarmstufe – das Eingreifen in die Versorgung und die Verteilung der Energie.

Der Notfallplan Gas umfasst insgesamt drei Stufen (Frühwarnstufe, Alarmstufe, Notfallstufe), die bei verschiedenen Szenarien ausgerufen werden können. Ende März 2022 rief Bundeswirtschaftsminister Habeck zunächst die Frühwarnstufe aus, Ende Juni folgte die Alarmstufe. Aber was bedeutet das genau?

Frühwarnstufe: Wird eine Frühwarnung herausgegeben, liegen zuverlässige Hinweise darauf vor, dass wahrscheinlich ein Ereignis eintritt, das zu einer Verschlechterung der Gasversorgungslage führt. Außerdem führt dieses Ereignis voraussichtlich zur Ausrufung einer höheren Warnstufe, sprich der Alarm- oder Notfallstufe. In der Frühwarnstufe wird darauf vertraut, dass sich die Probleme am Markt nicht bemerkbar machen, sodass kein Eingreifen notwendig ist.

Ende März 2022 hatte Russland angekündigt, Bezahlungen für Gas nur noch in Rubel zu akzeptieren, was nicht den Vertragsvereinbarungen entspricht. Russland drohte, die Lieferungen komplett zu stoppen, sollte diese Forderung nicht erfüllt werden. Damit waren die Bedingungen, die zur Ausrufung der Frühwarnstufe notwendig waren, erfüllt.

Alarmstufe: In dieser Stufe ist die Störung der Gasversorgung so groß, dass sich die Versorgungslage erheblich verschlechtert. Dennoch kann der Markt die Nachfrage noch bewältigen, ohne dass zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Die Alarmstufe wurde für Deutschland Ende Juni 2022 ausgerufen, nachdem Russland die Gaslieferungen drastisch reduziert hatte. Da weiterhin Gas aus anderen Ländern bezogen werden kann, ist die Versorgung nach wie vor gesichert. Nichtsdestotrotz ruft die Bundesregierung zum Gassparen auf, außerdem hat die Befüllung der Gasspeicher oberste Priorität. Diese Stufe ist nach wie vor gültig, auch wenn die Gaslieferungen aus Russland inzwischen vollständig eingestellt wurden.

Notfallstufe: Die Nachfrage nach Gas ist außergewöhnlich hoch, die Gasversorgung ist erheblich gestört oder die Versorgungslage hat sich aus einem anderen Grund erheblich verschlechtert – das sind die Voraussetzungen für die Ausrufung der Notfall- und damit höchsten Stufe des Notfallplans Gas. Außerdem übersteigt die Nachfrage nach Gas die noch vorhandene Versorgung und die umgesetzten marktbasierten Maßnahmen reichen zu einer Regulierung nicht mehr aus.

In diesem Fall greift der Staat ein, um vor allem die Versorgung der besonders schützenswerten Kunden, zu denen auch Privathaushalte zählen, zu gewährleisten. Zu aktuellen Anordnungen wie der, Gas zu sparen, können dann Anordnungen hinzukommen, die unter anderem die Stromproduktion aus Gas einschränken oder die Abschaltung von Industriekunden vorsehen.

Pressemitteilung

Information Ihrer kommunalen Energieversorger:
Unsere Sicht zur Lage auf dem Energiemarkt

Die Energiewirtschaft befindet sich im Auge des Sturms, der durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ausgelöst wurde: In der Folge explodierten die Preise an den Energiemärkten, was zu einer hohen Inflationsrate mit stetig steigenden Verbraucherpreisen führt. Vor diesem Hintergrund möchten wir unsere Stimmen erheben. Als lokale Energieversorger stehen wir in engem Austausch, bündeln unsere Kräfte und möchten gemeinsam etwas bewirken. Denn im Auftrag der öffentlichen Daseinsvorsorge geben wir täglich unser Bestes, um Sie sicher mit Energie zu versorgen.

Gasmangellage und Gegenmaßnahmen

Auch wenn die Sorge vor einer Gasmangellage in der Gesellschaft schwelt, blicken wir zuversichtlich auf die kommende Heizperiode. Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass in diesem Winter jemand aufgrund von Gasmangel frieren muss. Laut Bundesnetzagentur ist es zwar schwer, eine Vorhersage zur Gasmangellage zu treffen, doch dank schnellen politischen Handelns sind auch die deutschen Gasspeicher bereits sehr gut gefüllt – in Teilen schon bis zu 90 Prozent.

Möglichst viel Gas zu sparen bleibt dennoch das Gebot der Stunde. „Darum besuchen unsere Techniker energieintensive Unternehmen in der Region, um ihre Einsparpotenziale auszuloten“, sagt Björn Sommerburg, Geschäftsführer der Stadtwerke Lehrte GmbH. „Sie überprüfen die Arbeitsprozesse und entwickeln individuelle Energiesparstrategien.“ Auch Privatpersonen können ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten, indem sie Erdgas sparen. „Wer beispielsweise die Heizung um ein Grad herunterdreht, spart sechs Prozent Energie. Damit schont man nicht nur seinen Geldbeutel, sondern zeigt sich auch solidarisch mit der Industrie, was schlussendlich Arbeitsplätze vor Ort sichert.“

Gemeinsam stark und durch die Krise

Wir sind uns bewusst, dass die Entwicklungen auf dem Energiemarkt für Privathaushalte, Unternehmen und die Industrie eine große Herausforderung darstellen. Auch für uns als Energielieferant ist die Situation fordernd, denn wir haben nur bedingt Einfluss darauf. So sind die Strom- und Gaspreise im September auf neue Rekordhöhen geklettert. Dennoch können wir dank unserer langfristigen und vorausschauenden Einkaufspolitik einen Teil der Preissteigerungen noch gut auffangen. Denn wir haben die für unsere Bestandskunden benötigten Erdgasmengen zum größten Teil frühzeitig zu moderaten Einkaufspreisen auf dem Energiemarkt beschafft. Allerdings können wir die akute Versorgungslage mit Erdgas nicht beeinflussen.

„Doch wir werden die Energiekrise gemeinsam meistern“, versichert Natalie Heinrichs, Geschäftsführerin der Energieversorgung Sehnde GmbH. „Wir sitzen alle in einem Boot und teilen finanzielle Sorgen oder die Angst um Arbeitsplätze. Als starke regionale Partner stehen wir mit Rat und Tat an Ihrer Seite, nehmen Sie ernst und sind für Sie da. Schließlich kennen wir viele unserer Kunden schon seit Jahren.“ Unsere Fachkräfte stehen Ihnen für persönliche und vertrauliche Gespräche in den Kundenzentren zur Verfügung. Sprechen Sie uns bei Fragen, Unsicherheiten oder Zahlungsschwierigkeiten an, gemeinsam finden wir eine Lösung!

Persönlicher Ansprechpartner mit regionaler Identität

Bereits seit vielen Jahren sind wir als kommunale Energieversorger mit der Strom- und Erdgaslieferung in Ihrer Region betraut. Diese Aufgabe erfüllen wir täglich pflichtbewusst und mit großem persönlichen Einsatz. Unsere Mitarbeitenden sind in allen Belangen rund um Ihre Energieversorgung direkt und nah erreichbar. Bei uns landen Sie nicht in einer anonymen Warteschleife oder werden gar von einem Sprachcomputer bedient. Unser Anspruch ist stets, auch und gerade in schwierigen Zeiten, Ihr engagierter Energiepartner vor Ort zu sein.

„Unser Geschäftsmodell ist schon seit Längerem auf Nachhaltigkeit, Energieeinsparung und Energieberatung ausgerichtet“, sagt Frank Schubath, Geschäftsführer der Energiewerke Isernhagen GmbH. „Ob Ökostrom und Öko-Erdgas, Elektromobilität oder Förderungen für energetische Gebäudesanierungen und energiesparende Anschaffungen wie Solarmodule, wir tun alles in unserer Macht Stehende, um die Energiewende vor Ort voranzutreiben.“

Politische Unterstützung notwendig

Auch wenn unser Schulterschluss ein wichtiger Schritt ist – ebenso wie jener, unsere Kundinnen und Kunden in die Bewältigung der Krise miteinzubeziehen – so sind wir doch in großen Teilen auf die Politik und richtungsweisende Entscheidungen angewiesen. Da wäre zum Beispiel der dringend notwendige Beschluss, die Mehrwertsteuer auf Erdgas temporär zu senken. Diese Maßnahme wünschen wir uns und Ihnen auch für Strom- und Wärmelieferungen. Zudem wird endlich auch über einen Rettungsschirm für Stadtwerke diskutiert. Denn nicht nur angeschlagene Gasimporteure wie Uniper brauchen staatliche Hilfen, um Liquiditätsprobleme zu verhindern.

„Die explodierenden Einkaufspreise für Energie bringen viele Regionalversorger in Bedrängnis“, warnt Thomas Breer, Geschäftsführer der Stadtwerke Nienburg/Weser GmbH. „Ihnen droht nicht nur die Zahlungsunfähigkeit ihrer Kunden, sondern auch Insolvenzen in den eigenen Reihen sind zu befürchten, wenn Hilfe ausbleibt.“ Auch Stadtwerke sind in ihrer Summe systemrelevant. Ohne finanzielle Mittel würden notwendige Investitionen in die Energiewende ausgebremst und die Daseinsvorsorge wäre gefährdet. „Oftmals wird leider nicht bedacht, dass wir uns an erhöhten Preisen und eingeführten Umlagen nicht bereichern. Sie sind für uns ein durchlaufender Posten, den wir ähnlich wie das produzierende Gewerbe, das seine Rohstoffe teuer beschaffen muss, gezwungenermaßen an unsere Kunden weitergeben müssen.“

Mit Vertrauen und Zuversicht in die Zukunft

Trotz aller widrigen Umstände sind wir dennoch sicher: Jede Krise birgt auch eine Chance und wir sehen Licht am Ende des Tunnels. Mit der Entwicklung alternativer Geschäftsmodelle wie Photovoltaik oder „grünem“ Wasserstoff blicken wir mit Zuversicht in die Zukunft der Energieversorgung. Aktiv und gemeinschaftlich wollen wir die Wende im Energiemarkt schaffen und vertrauen darauf, dass die Politik die richtigen Entscheidungen trifft. So sehen wir bereits, dass einige Maßnahmen wie die Errichtung von LNG-Terminals für flüssiges Erdgas in dieser historischen Krise angepackt und in Rekordzeit umgesetzt wurden.

Wenn wir uns nun gegenseitig unterstützen, uns solidarisch zeigen und unter die Arme greifen, wenn Gesellschaft und Politik mithelfen und zusammenhalten, wenn alle sorgsam mit den knappen Ressourcen umgehen, werden wir diese herausfordernden Zeiten überstehen. Darauf vertrauen wir und bitten Sie, dies auch zu tun. Gemeinsam sind wir stark und können diese Chance für unser aller Zukunft nutzen.

Weitere Informationen

Aufgrund der sehr dynamischen Lage empfehlen wir, unsere Firmenwebsites im Blick zu behalten. Wir stellen dort regelmäßig und zeitnah aktuelle Informationen zur Situation auf dem Energiemarkt sowie Hinweise zu unseren Produkten und Preisen zur Verfügung.

Download

Wir stellen Ihnen die Pressemitteilung vom 24. September 2022 hier als PDF zum Download bereit.